Erhöhung des Unfallrisikos im Vergleich

Um das absolute Ausmaß der verkehrsrelevanten Beeinträchtigung durch [tooltip tip=“Delta-9-Tetrahydrocannabinol, psychoaktiver Hauptwirkstoff von Cannabis.“]THC[/tooltip] einschätzen zu können, ist es hilfreich, die mögliche Erhöhung des Unfallrisikos durch THC ([tooltip tip=“Quotenverhältnis. Hier als Maß für die Erhöhung des Unfallrisikos durch einen Risikofaktor wie THC, Alkohol oder Schlafmangel verwendet. Beispiel: Anteil der verunfallten Fahrer mit akuter THC-Beeinträchtigung, im Verhältnis zum Anteil aller THC-beeinträchtigten Fahrern unter allen (in der Regel nüchternen) Kraftfahrern.“]OR[/tooltip] ≈ 2) mit der durch andere Effekte zu vergleichen. So führt bereits leichter Schlafmangel (eins bis zwei Stunden weniger Schlaf als üblich) zu einer Erhöhung des Unfallrisikos um den Faktor OR = 1,9, mehr als drei Stunden Schlafmangel führen sogar zu OR = 11,5.(12) Auch beim Schreiben einer Textnachricht auf dem Mobiltelefon oder Eingaben an einem Navigationsgerät während der Fahrt steigt das Risiko, in eine sicherheitskritische Situation zu geraten, auf das bis zu 23-fache an.(13)
Erhöhung des Unfallrisikos durch Alkohol
Durch Trinken von Alkohol bis zu einer Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille (gesetzlicher Grenzwert laut § 24a STVG) erhöht sich das Unfallrisiko um den Faktor OR = 1–3, bei 0,50,8 Promille um OR = 210 und bei mehr als 1,2 Promille steigt das Risiko von Verletzungen und tödlichen Unfällen sogar um OR = 20200.(1) Eine großangelegte Studie der dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) unterstehende Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) fasst diese Relationen wie folgt zusammen: 
Dabei zeigen die Ergebnisse der vorliegenden Studie, dass von den zu erwartenden Leistungsdefiziten bei niedrigen THC-Werten [Anm.: so wie sie später als eine Stunde nach dem Rauchen vorkommen] zumindest keine größeren Ausfallserscheinungen zu erwarten sind als bei Alkoholisierungsgraden von unter 0,50 ‰.“(14)
Einen anschaulichen Vergleich der beeinträchtigenden Wirkung von THC und Alkohol liefert ein Zwillings-Fahrexperiment der Sendung Quarks & Caspers vom WDR → ab Minute 13:05.
Unfallrisiko im Vergleich THC Alkohol

Erhöhung des Unfallrisikos durch Alkohol oder THC im Vergleich zum nüchternen Fahren. Hellgrüne Balken: untere Risikoschätzung. Dunkle: obere Risikoschätzung,(1) bzw. leichter Schlafmangel bei „nüchtern“.(12) Bei THC: Fahrten unter akuter Beeinflussung, innerhalb von drei Stunden(10) nach dem letzten Konsum.

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