Schnelltests für Urin, Speichel, Schweiß

Sogenannte „THC-Teststreifen“ sind Antikörper-basierte Verfahren zum schnellen, qualitativen [tooltip tip=“Qualitativer Test, ob ein Stoff in einer Probe vorhanden ist. Liegt die Konzentration des Stoffes oberhalb des Cut-off-Wertes, ist der Nachweis positiv, darunter negativ.“]Nachweis[/tooltip] des inaktiven Abbauprodukts THC-COOH in verschiedenen Körperflüssigkeiten (Schnelltests). Eine Beschreibung der genauen Funktionsweise befindet sich auf → Wikipedia. Der unterste uns bekannte [tooltip tip=“Vom Test-Hersteller oder Laboratorium festgelegte Konzentration, bei deren Überschreitung das Testergebnis als positiv angesehen wird, da es mit hoher Wahrscheinlichkeit richtig-positiv ist. Der Cut-off-Wert liegt oberhalb der Nachweisgrenze des Testverfahrens und stellt eine technische Grenze dar, während ein „Grenzwert“ eine per Gesetz definierte Grenze ist.“]Cut-off[/tooltip] dieses qualitativen Tests ist 5 ng THC-COOH pro mL Probenflüssigkeit, in Deutschland verwendet die Polizei typischerweise Tests mit einem Cut-off von 20 ng/mL. Der gewählte Cut-off hat eine Auswirkung darauf, wie lange der letzte, zurückliegende Konsum nachweisbar ist.
Auch der Nachweis von Rückständen an der Haut oder Gegenständen wie Mobiltelefon oder Lenkrad ist mit dieser Methode möglich, obwohl sich dadurch keinerlei Rückschlüsse auf die [tooltip tip=“Geistige und körperliche Fähigkeit ein Kraftfahrzeug zu führen, welche insbesondere durch psychoaktive Substanzen beeinträchtigt werden kann.“]Fahrtüchtigkeit[/tooltip] des Fahrers ziehen lassen. Schon gar nicht, wenn es zur fremdverschuldeten Übertragung kam (zum Beispiel durch eine verrauchte Umgebung oder den Kontakt durch andere Personen).(31) Diese Teststreifen werden daher insbesondere verwendet um einen Anfangsverdacht abzuleiten, der die Entnahme einer Blutprobe rechtfertigt.
Vorteile solcher Tests sind die niedrigen Kosten, die einfache Handhabung, der mobile Einsatz und das schnelle Ergebnis. Gravierende Nachteile sind jedoch die geringe [tooltip tip=“Auch „Richtig-Negativ-Rate“: Anzahl der richtig-negativen Testergebnisse geteilt durch die Anzahl der Proben ohne THC bzw. THC-COOH (restliche Testergebnisse sind falsch-positiv). Eine geringe Spezifität bedeutet, dass der Test häufig anschlägt, obwohl kein THC in der Probe ist.“]Spezifität[/tooltip], welche oft zu folgenreichen [tooltip tip=“Testergebnis ist positiv, obwohl kein THC bzw. THC-COOH in der Probe vorhanden ist.“]falsch-positiven[/tooltip] Ergebnissen führt(35,43) und die Tatsache, dass ihr Ergebnis keine Aussage über den Konsumzeitpunkt erlaubt. Der Konsum kann eine Stunde oder auch über einen Monat zurückliegen.(35)
Vorteile:
  • Kostengünstig
  • Mobil einsetzbar
  • Zeitsparend
  • Keine Verletzung der körperlichen Unversehrtheit
Nachteile:
  • Unspezifisch: falsch-positive Ergebnisse
  • Keine Aussage über Konsumzeitpunkt (eine Stunde bis über 30 Tage vor Fahrt)
→ weiter über Speicheltests mit elektronischer Auswertung lesen
← zurück zur Übersicht